Monatsarchiv: November 2013

Vortragsveranstaltung von Château Louis mit Prof. Dr. Hans-Willi Schroiff, Marktforscher und Marketing-Experte

 

 

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Haben Sie schon mal was vom Ben-Thalmann-Prinzip gehört? Wir auch nicht! Deswegen haben wir uns umso mehr gefreut Prof. Dr. Hans-Willi Schroiff  bei uns im Château zu Gast zu haben, der uns und weitere 100 geladene Gäste in dieses Prinzip einführte.

  1. Nehme nur so viele Puzzleteile, wie du brauchst, um das Objekt zu erkennen.
  2. Wenn du nicht sicher bist, nimm noch ein Teil.

Was um Himmels willen hat das jetzt mit Marketing zu tun? Und wieso ist dieses Prinzip für mein Unternehmen und meine Marketing-Strategie relevant? Diese Frage blieb natürlich nicht unbeantwortet. Das Ben-Thalmann-Prinzip hat Prof. Dr. Schroiffs kleiner Enkelsohn beim Puzzeln „entwickelt“. Es geht schlicht und einfach darum, sich bei einer neuen Produktentwicklung auf das Wesentliche zu beschränken und das ist vor allem die eine Frage, die sich der Kunde stellt: „Ist dieses Produkt wichtig für mich?“

Mit leichtem Augenzwinkern und einem kritischen Blick auf seine Branche unterhielt Hans-Willi Schroiff an diesem Abend die Gesellschaft aus Unternehmen, Agenturen und Medienvertretern. Man hört ihm gerne zu, diesem sympathischen Marktforscher mit den wachen Augen und dem verschmitzten Lächeln. Mit sonorer Stimme und viel Humor weiß er seine Zuhörer zu begeistern. Über zwei Jahrzehnte war Prof. Dr. Schroiff bei Henkel Leiter der Marktforschung und damit für alle Markenentwicklungen zuständig. Seit vielen Jahren lehrt er als Professor an der Rheinisch-Westfaelische Technische Hochschule Aachen (RWTH). Der Mann weiß also, was er tut. Und er weiß, wovon er spricht, wenn er sagt, dass 60 – 80 % aller neuen Produkte nach einem Jahr nicht mehr im Regal zu finden sind. Mit persönlichen Anekdoten über Schwiegersohn Nils und besagtem Enkeln Ben, führte er das Publikum in die „10 Todsünden des Marketings“ ein. Genau zu diesem Thema hat er mit seiner ehemaligen Kollegin Tina Müller das Buch Warum Produkte floppen geschrieben. In eineinhalb Stunden brachte Hans-Willi Schroiff den Zuhörern näher, wie die drei Erfolgsfaktoren Innovation, Branding und Performance bei der Markenpositionierung eine Rolle spielen. Hierbei konzentrierte er sich auf zwei der zehn Todsünden:

 –      Kein einzigartiges und relevantes Produktkonzept

–       keine Konsumentenorientierung

Den meisten neu eingeführten Produkten fehlt eine klare, emotionale Markenpositionierung. Zudem wird bei Neueinführungen meist eine viel zu hoch geplante Finanzplanung angesetzt. Es ist quasi vorprogrammiert, dass viele Produkte floppen.

Mit vielen Beispielen aus der Praxis und unter Einbeziehung der Anwesenden gestaltete Prof. Dr. Schroiff den Abend kurzweilig und amüsant. Das Fazitsheet seiner Präsentation war an diesem Abend leer, so wie es nach seinen Vorträgen immer leer ist. Aber die Freunde, Kunden und Gäste von Château Louis gingen nicht ohne Erkenntnisse an diesem Abend nach Hause: Eine Marke braucht eine emotionale Heimat, über Konzepte muss man immer und immer wieder nachdenken, Planung ist alles und der Wein und das Essen im Château waren wie immer ausgezeichnet.

Wer mehr über die „10 Todsünden des Marketings“ erfahren möchte, dem legen wir wärmstens das Buch „Warum Produkte floppen von Hans-Willi Schroiff und Tina Müller ans Herz.

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Detlev Bernharts Weintipp. Das trinkt das Chateau in der Vorweihnachtszeit.

PastedGraphic-1Herbstzeit ist Rotweinzeit – und die richtige Zeit für einen schönen Schmorbraten sowieso. Dazu passt ganz wunderbar der 2011 Anciens Temps Vin de Pays d’Oc aus der Nähe von Béziers im Südosten Frankreichs.

Die Weingärtner der Producteurs Réunis de Cébazan machen dort eine ebenso konzentrierte wie vollmundige Cuvée aus 50% Cabernet Sauvignon und 50% Syrah, die erfreulicherweise kein Loch in den vorweihnachtlichen Geldbeutel frisst.

Für unter 8 Euro bietet der Wein ein schönes dunkelfruchtiges Aromenspektrum mit Schwarzkirschen, Brombeeren, Zimt und pfeffrigen Noten und hat genau das Rückgrat, das einer kräftigen Bratensoße standhält. Das liebevoll gestaltete nostalgische Etikett mit dem alten Citroën 2CV wird dem Namen „Ancien Temps“ gerecht. So hat man das französische Landleben nicht nur im Glas, sondern auch noch optisch im Bild. Alles in allem ein stimmiges Bild.

Erstehen kann man den Wein in Stuttgart bei Jo’s Weindepot, Erligheimer Straße 12a, Telefon 0711-8401990, www.jos-weindepot.de

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Château Louis goes Italia

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Italienische Produkte werden in Deutschland immer beliebter. Den typisch deutschen Kartoffelesser, den gibt es nicht mehr. Es ist der Pastakonsum, der in Deutschland in den letzten Jahren immer mehr ansteigt. Zeit für uns, diese Liebe zu den italienischen Produkten zu nutzen. Mit White, Red & Green (WRG), einer der größten unabhängigen Agenturen in Italien sind wir im Oktober 2013 eine Kooperation eingegangen. Ziel ist es, italienische Unternehmen, die am deutschen Markt Fuß fassen wollen oder die schon am deutschen Markt vertreten sind, optimal zu beraten und eine zielgerichtete Marken – und Kommunikationsstrategie für den deutschen Markt zu entwickeln. Mit zusammen sechs Standorten, mehr als 80 Mitarbeitern und einer durchschnittlichen Kundentreue von über 15 Jahren entsteht bei dieser Partnerschaft ganz sicher ein zukunftsträchtiges Modell.

Unter dem Namen White, Red & Green Deutschland haben wir ein neuartiges Joint Venture gegründet. Seit fast zehn Jahren hat das Château seinen Sitz in Ludwigsburg (bei Stuttgart), einer der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Heimat von White, Red & Green ist Norditalien. Neben dem Hauptsitz in Verona hat WRG weitere Standorte in Mailand, Padua, Bozen und Florenz. Hier ist eine neuartige Partnerschaft entstanden, von der wir überzeugt sind, dass sie gut funktioniert. Denn wir kennen die Besonderheiten des deutschen Marktes genau. Wir wissen, wie die deutschen Einkäufer und Konsumenten ticken. Welche Besonderheiten und Gewohnheiten sie haben. White, Red & Green kennt die Philosophie, die Mentalität und die Bedürfnisse der italienischen Klienten. Somit entstehen Synergien, von denen die italienischen Unternehmen profitieren. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass für deutsche Unternehmen, die ihre Produkte in Italien erfolgreich vermarkten wollen, ebenso viele Vorteile entstehen.

Ansässig ist White, Red & Green Deutschland in den Räumlichkeiten von Château Louis in Ludwigsburg.

2011 hat sich White, Red & Green aus drei erfahrenen inhabergeführten Agenturen zusammengeschlossen. In der italienischen Werbelandschaft sprach man damals von der „Hochzeit des Jahres“. Mit diesem Zusammenschluss wollte die Gruppe neue Akzente setzen, um der italienischen Wirtschaft neue Möglichkeiten bieten zu können. Präsident und Geschäftsführer der neuen Gruppe ist Christoph Reden. Der ursprünglich aus Südtirol stammende Marketingexperte ist seit über 20 Jahren in Verona ansässig und hat für Kunden in Italien, wie auch dem Ausland gearbeitet.

Internationale Erfahrung

Sowohl die Mitarbeiter von Château Louis, als auch die Mitarbeiter von White, Red & Green, haben Erfahrungen in internationalen Agenturen gesammelt und bringen ein reichhaltiges Portfolio mit. Diese einzigartige Kombination aus Kenntnissen des deutschen und italienischen Marktes bietet optimale Voraussetzungen, sich in einem ausländischen Markt zu platzieren und dort zu bestehen. White, Red & Green Deutschland kann zielgerichtet Strategien für die einzelnen Länder entwickeln. Unser großer Vorteil ist es, dass wir über langjährige Erfahrung mit der Betreuung deutscher Marken in Italien und italienischer Marken im deutschen Markt verfügen.

Open Space

Der Startschuss für White, Red & Green Deutschland fiel am 22. Oktober 2013 in Mestre/Italien. Bei einer von WRG ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe unter dem Namen „Open Space“ fungierte Château Louis Geschäftsführer Detlev Bernhart als Referent.

Er erläuterte wichtigen Entscheidern italienischer Unternehmen, die Chancen, die der deutschsprachige Markt Unternehmen aus Italien bieten. Deutschland gilt als wichtigster Handelspartner Italiens. Nicht nur Food und Fashion – Produkte werden nach Deutschland exportiert, sondern auch technische Produkte und Investitionsgüter aus Italien sind gefragt. Bei den Deutschen stehen italienische Produkte wegen ihres Designs und ihrer Qualität hoch im Kurs. Das Problem für italienische Unternehmen ist, dass man eine Strategie, die in Italien funktioniert, nicht ohne Weiteres auf den deutschen Markt übertragen kann. Der deutsche Markt funktioniert in vieler Hinsicht anders, als der Italienische und auch der deutsche Verbraucher mit seinen Bedürfnissen muss anders als der italienische Konsument erreicht werden. Hier bedarf es sehr guter Kenntnisse des jeweiligen Marktes. Doch nicht nur italienische Unternehmen profitieren von diesem Joint Venture. Für deutsche Unternehmen und Produkte bietet der italienische Markt interessante Möglichkeiten, die durch diese Partnerschaft zielgerichtet und Erfolg versprechend vorangetrieben werden können. Wir freuen uns auf unsere neue „amore mio“ und blicken hoffnungsvoll in die Zukunft. Mit Blick Richtung Italien.

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