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Ein Jahr KreativKader Stuttgart – Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Diplom, liebe Kathi!

Ein Jahr harte Arbeit, ein Jahr doppelte Belastung, ein Jahr fleißiges Lernen und ein Jahr jede Menge Spaß liegen hinter unserer Trainee Katharina Ghafoor-Zadeh. Und jetzt hält sie in Händen, worauf sie so lange hingearbeitet hat: ihr Text- und Konzeptions-Diplom des KreativKader Stuttgart.

Werbetexterin Katharina Ghafoor-Zadeh

Werbetexterin Katharina Ghafoor-Zadeh

Gestern war es soweit und die Diplome wurden verliehen. Ein guter Anlass für uns, den KreativKader einmal genauer vorzustellen. Immerhin gehört Château Louis zu den Gründungsmitgliedern und Förderern des KreativKaders Stuttgart.

Seit 2011 gibt es den KreativKader in Stuttgart, schon seit 2008 in Düsseldorf. Die Idee zu diesen Kadern entstand aus der Not heraus. Talentierter und qualifizierter Nachwuchs im Bereich „Text“ sei Mangelware, beklagten die in Düsseldorf und Stuttgart ansässigen Agenturen. Die Talentschmieden hatten ihren Sitz fernab der rheinischen und schwäbischen Metropolen und immer noch zu wenig Kreative fanden den Weg in die baden-württembergische Hauptstadt. Also schlossen sich nicht nur in Düsseldorf, sondern auch in Stuttgart die renommiertesten Werbeagenturen und Produktionsfirmen zusammen, um förderungswürdige Textertalente zu unterstützen und langfristig zu binden.

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Bei der Ausbildung am KreativKader handelt es sich um eine 12-monatige duale Ausbildung. Also nicht nur das tägliche praxisnahe Arbeiten in der Agentur, sondern auch die ergänzende Theorie im Kader, die durch viele praxisnahe Beispiele untermauert wird, gehören zur Ausbildung. Am Ende der Ausbildung steht die Diplomarbeit, die von den zuständigen Dozenten und einem Prüfungskomitée beurteilt wird. Ziel ist es durch den KreativKader die Kreativbranche der Region Stuttgart mit jungen Talenten zu bereichern und so zur Stärkung des Wirtschafts- und Kommunikationsstandorts Stuttgart und Umgebung beizutragen. Somit ist der Kader mehr als nur eine Lehreinrichtung. Er kann Türen öffnen und hinein in einen anspruchsvollen Job führen. Aber nicht nur deswegen ist Château Louis von der Geburtsstunde an ein Förderer des KreativKaders. „Da es mehr beste Gestalter als Texter gibt, brauchen wir das KreativKader in Stuttgart. Für die zukünftigen besten Texter.“, so Château Louis Geschäftsführer Ludwig Silbermann.

Uns interessiert natürlich brennend, wie das Jahr für Kathi war und was sie gelernt hat.

Hat dich eigentlich der KreativKader zu Château Louis geführt?
Nein, ich hatte meine Stelle als Trainee in der Agentur schon begonnen, als mir ein Flyer des KreativKaders in die Hände fiel. Und da ich wusste, dass Text etwas für mich ist, habe ich mit Ludwig Silbermann gesprochen, ob ich neben meinem bisherigen Job noch die Ausbildung am KreativKader absolvieren kann.

Wie war seine Reaktion?
Ich rannte offene Türen ein. Immerhin ist Château Louis eines der Gründungsmitglieder des KreativKaders. Ludwig Silbermann war sofort von der Idee begeistert und sicherte mir auch eine finanzielle Beteiligung an den monatlichen Schulkosten zu. Und so habe ich mich per Copytest beim Kader beworben und wurde angenommen.

Tagsüber arbeiten und dann noch dreimal die Woche abends die Schulbank drücken. Kein Problem für dich?
Klar war es anstrengend, nach einem langen Arbeitstag noch mal 3 Stunden Power im Unterricht zu geben. Aber ich hatte mich ja selbst dafür entschieden und die vielen interessanten Dozenten, die aus ganz Deutschland an den Kader kamen und uns in die Welt der Werbetreibenden einführten, haben mich zusätzlich motiviert.

Am Ende der Ausbildung stand deine Diplomarbeit. Worum ging es da?
Unsere Aufgabe war für die Kreativstadt Stuttgart eine Imagekampagne zu entwickeln. Auftraggeber war die Wirtschaftsförderung Stuttgart, die auch mit im Prüfungskomitée saß. Alle Teilnehmer unseres Jahrgangs hatten das gleiche Thema. In Zweipersonenteams hatten wir ungefähr vier Monate Zeit eine Kampagne zu konzipieren. Der Schwerpunkt lag dabei natürlich im konzeptionellen und textlichen Bereich.

Bei Stuttgart denkt man doch eher an „Häuslesbauer und Kehrwochenverfechter“, als an die jungen Wilden. Was waren eure Ideen für ein „neues, kreatives“ Stuttgart?
Primär ging es in der Aufgabenstellung darum, angehende und gute Kreative davon abzuhalten, in andere Städte abzuwandern. Das war auch unser Fokus. Die Zielgruppe „Kreative“ ist natürlich alles andere als homogen. Also mussten wir etwas finden, was wir eben doch alle gemeinsam haben. Unsere Kampagne basiert auf einem ganz einfachen Human Insight: Für diejenigen, die sie wirklich lieben, tun die Menschen alles. Wir haben die Liebe als zentrales Argument in den Vordergrund gestellt. Stuttgart liebt kreative Leute und tut alles, damit sie Stuttgart erhalten bleiben. Im Umkehrschluss geben die Kreativen Stuttgart diese Liebe auch zurück und … bleiben.

Klingt spannend. Kannst du ein oder zwei Details aus der Kampagne verraten?
Wir wollten die Kreativen persönlich ansprechen und in ihnen eine starke, emotionale Reaktion hervorbringen und so haben wir einen Claim mit passendem Logo entwickelt. Unsere Botschaft: Stuttgart liebt dich. Durch ungewöhnliche Wortkombinationen und auffällige Bildcollagen lösen wir mit unseren Anzeigen und Plakaten beim Betrachter ein Kopfkino aus.

Ungewöhnliche Wortkombinationen? Ein Beispiel bitte!
„Stuttgart liebt fantastische Luftschlossarchitekten“. Hiermit wollten wir zum Beispiel Kreative aus der Architektur ansprechen.

Was nimmst du für dich persönlich nach einem Jahr KreativKader mit?
Der Kader hat absolut meinen Horizont erweitert. Ich habe auch gemerkt, dass mich der strategische Teil, also das Konzeptionelle, sehr gefesselt hat. Das Texten hat natürlich auch Spaß gemacht. Ich habe viele tolle Eindrücke in die Werbebranche bekommen und eine echt eigene Welt kennengelernt. Der Mehrwert waren die Dozenten, die ihre Erfahrungen an uns weiter gegeben haben. Ich habe mich ein ganzes Jahr lang in jeder freien Minute intensiv mit dem Thema Werbung befasst. Von der Ideenfindung über Konzeptentwicklung, Texten bis hin zur Kundenberatung und Projektmanagement. Ich denke, jetzt bin ich in der Werbung angekommen.

Liebe Kathi, uns haben deine Ideen und Texte überzeugt. Wir wünschen dir weiterhin sehr viel Erfolg damit!

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