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Château Louis goes Italia

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Italienische Produkte werden in Deutschland immer beliebter. Den typisch deutschen Kartoffelesser, den gibt es nicht mehr. Es ist der Pastakonsum, der in Deutschland in den letzten Jahren immer mehr ansteigt. Zeit für uns, diese Liebe zu den italienischen Produkten zu nutzen. Mit White, Red & Green (WRG), einer der größten unabhängigen Agenturen in Italien sind wir im Oktober 2013 eine Kooperation eingegangen. Ziel ist es, italienische Unternehmen, die am deutschen Markt Fuß fassen wollen oder die schon am deutschen Markt vertreten sind, optimal zu beraten und eine zielgerichtete Marken – und Kommunikationsstrategie für den deutschen Markt zu entwickeln. Mit zusammen sechs Standorten, mehr als 80 Mitarbeitern und einer durchschnittlichen Kundentreue von über 15 Jahren entsteht bei dieser Partnerschaft ganz sicher ein zukunftsträchtiges Modell.

Unter dem Namen White, Red & Green Deutschland haben wir ein neuartiges Joint Venture gegründet. Seit fast zehn Jahren hat das Château seinen Sitz in Ludwigsburg (bei Stuttgart), einer der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Heimat von White, Red & Green ist Norditalien. Neben dem Hauptsitz in Verona hat WRG weitere Standorte in Mailand, Padua, Bozen und Florenz. Hier ist eine neuartige Partnerschaft entstanden, von der wir überzeugt sind, dass sie gut funktioniert. Denn wir kennen die Besonderheiten des deutschen Marktes genau. Wir wissen, wie die deutschen Einkäufer und Konsumenten ticken. Welche Besonderheiten und Gewohnheiten sie haben. White, Red & Green kennt die Philosophie, die Mentalität und die Bedürfnisse der italienischen Klienten. Somit entstehen Synergien, von denen die italienischen Unternehmen profitieren. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass für deutsche Unternehmen, die ihre Produkte in Italien erfolgreich vermarkten wollen, ebenso viele Vorteile entstehen.

Ansässig ist White, Red & Green Deutschland in den Räumlichkeiten von Château Louis in Ludwigsburg.

2011 hat sich White, Red & Green aus drei erfahrenen inhabergeführten Agenturen zusammengeschlossen. In der italienischen Werbelandschaft sprach man damals von der „Hochzeit des Jahres“. Mit diesem Zusammenschluss wollte die Gruppe neue Akzente setzen, um der italienischen Wirtschaft neue Möglichkeiten bieten zu können. Präsident und Geschäftsführer der neuen Gruppe ist Christoph Reden. Der ursprünglich aus Südtirol stammende Marketingexperte ist seit über 20 Jahren in Verona ansässig und hat für Kunden in Italien, wie auch dem Ausland gearbeitet.

Internationale Erfahrung

Sowohl die Mitarbeiter von Château Louis, als auch die Mitarbeiter von White, Red & Green, haben Erfahrungen in internationalen Agenturen gesammelt und bringen ein reichhaltiges Portfolio mit. Diese einzigartige Kombination aus Kenntnissen des deutschen und italienischen Marktes bietet optimale Voraussetzungen, sich in einem ausländischen Markt zu platzieren und dort zu bestehen. White, Red & Green Deutschland kann zielgerichtet Strategien für die einzelnen Länder entwickeln. Unser großer Vorteil ist es, dass wir über langjährige Erfahrung mit der Betreuung deutscher Marken in Italien und italienischer Marken im deutschen Markt verfügen.

Open Space

Der Startschuss für White, Red & Green Deutschland fiel am 22. Oktober 2013 in Mestre/Italien. Bei einer von WRG ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe unter dem Namen „Open Space“ fungierte Château Louis Geschäftsführer Detlev Bernhart als Referent.

Er erläuterte wichtigen Entscheidern italienischer Unternehmen, die Chancen, die der deutschsprachige Markt Unternehmen aus Italien bieten. Deutschland gilt als wichtigster Handelspartner Italiens. Nicht nur Food und Fashion – Produkte werden nach Deutschland exportiert, sondern auch technische Produkte und Investitionsgüter aus Italien sind gefragt. Bei den Deutschen stehen italienische Produkte wegen ihres Designs und ihrer Qualität hoch im Kurs. Das Problem für italienische Unternehmen ist, dass man eine Strategie, die in Italien funktioniert, nicht ohne Weiteres auf den deutschen Markt übertragen kann. Der deutsche Markt funktioniert in vieler Hinsicht anders, als der Italienische und auch der deutsche Verbraucher mit seinen Bedürfnissen muss anders als der italienische Konsument erreicht werden. Hier bedarf es sehr guter Kenntnisse des jeweiligen Marktes. Doch nicht nur italienische Unternehmen profitieren von diesem Joint Venture. Für deutsche Unternehmen und Produkte bietet der italienische Markt interessante Möglichkeiten, die durch diese Partnerschaft zielgerichtet und Erfolg versprechend vorangetrieben werden können. Wir freuen uns auf unsere neue „amore mio“ und blicken hoffnungsvoll in die Zukunft. Mit Blick Richtung Italien.

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Weinprobe im Château: Servus Österreich!

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Österreich ist bekannt für seine kulinarischen Köstlichkeiten wie Salzburger Nockerln, Backhendl und Sacher-Torte. Dass hier aber auch vorzügliche Weine herkommen, davon konnten sich Freunde und Geschäftspartner von Château Louis bei unserer Weinprobe am 01. Juli 2013 überzeugen. Diese stand ganz im Zeichen von grüner Veltliner, Muskateller und Pannobile.

Detlev Bernhart und Ludwig Silbermann verkosteten erlesene Weine aus der Wachau, dem Burgenland und der Steiermark. Augen, Nase, Gaumen, Ohren, alle Sinne wurden hierbei angesprochen und verwöhnt. Untermalt wurde die Weinverkostung mit einer deliziösen Feinschmecker-„Brotzeit“.

Das Rennen um die Gunst der Weinfreunde machte altersmäßig gesehen ein Jungwinzer aus dem Burgenland. Der Pannobile 2009 vom Weingut Claus Preisinger wurde einstimmig zum Wein des Abends gekürt. Trotz seines jungen Alters steht Claus Preisinger den alten Weinhasen in nichts nach und zählt bereits jetzt zur Winzerspitze Österreichs. Preisingers Cuveé (60% Zweigelt, 40% Blaufränkisch), von Hand gelesen, zeichnet sich durch seine Vielschichtigkeit und Komplexität aus.

Dicht gefolgt wurde dieser Rotwein, von zwei Weißen. Die Gäste waren sich uneinig, welcher von beiden denn nun besser mundete und so kürten wir an diesem Abend zwei Zweitplatzierte. Der Alzinger Loibenberg Grüner Veltliner Smaragd 2011 zeichnet sich durch ein helles grüngelb aus, hat eine pfeffrige Würze in der Nase und ist im Gaumen finessenreich. Dieser kräftige Weißwein stammt aus der Wachau. Sein Konkurrent an diesem Abend, der Sauvignon Blanc 2011 aus der Lage Steinbach vom Weingut Lackner Tinnacher, kommt aus der Steiermark und besticht durch seine feine Note aus Akazie, Grapefruitschale, reifen Aprikosen und Holunderblüte. Am Gaumen ist er eher trocken und besitzt eine gute Balance zwischen feiner Frucht und Säure.

Essen und Trinken halten bekanntlich nicht nur Leib und Seele zusammen, sondern bieten uns auch immer wieder eine willkommene Gelegenheit zum Austausch und gemütlichen Beisammensein mit Freunden und Geschäftspartnern.

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Zu Gast im Château mit Deutschlands großem Geruchsforscher: Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt, dem Duftmann schlechthin.

Gut gemacht, Herr Professor: Sie haben den gut hundert Anwesenden gezeigt, worauf es ankommt: Eine offene Nase. Sie haben uns zum Lachen gebracht, zum Schmunzeln, zum Denken, zum Riechen.

Geruch aller Art haben wir erfahren: Wie man mit ihm umgeht, was er über uns aussagt, wie wir ihn verschleiern, verändern, erschaffen können. Dass Minzeduft kühlt, obwohl es nicht kalt wird, dass Pfeffer erhitzt, obwohl er nicht heiß ist. Dass Düfte heilen, beruhigen – und sogar töten können. Bestenfalls geahnt hatten wir, was es da alles gibt. Und neben vielen Ideen haben wir auch noch das mitgenommen:

Dass Sie ein Pfundskerl sind, dass es unseren Gästen mit Ihnen und mit uns Spaß gemacht hat. Dass das Essen, das ja, wie wir jetzt wissen, hauptsächlich durch die Nase geht, eine wahre Nasenweide war. Dass unsere Gäste wie immer zahlreich und ebenfalls hochinteressante Gesprächspartner waren, die Ihre Inspiration zwar nicht zum Überleben nötig haben, sie aber begeistert aufnahmen.

Alle Anwesenden haben für einen unvergesslichen Abend an einem stürmischen Tag gesorgt. Herzlichen Dank dafür!

Euer und Ihr Château.

PS. Und wer noch einmal den Abend Revue passieren lassen möchte, dem sei der gute Artikel von Marion Blum in der Ludwigsburger Kreiszeitung empfohlen!

Von Glanz und Glorie: Werbepioniere der Geschichte

Teil 1: Harun al Raschid

von Eike Hinner, mit einem Kommentar von Ludwig Silbermann

Harun al Raschid

Gestalt aus 1001 Nacht: Harun al Raschid

Sein Image: Sagenhafte Schätze, gut und großzügig zu seinem Volk, blendendes Aussehen, ein beispielhafter Herrscher, friedliebend, romantisch und tapfer – ein Star! Die Legenden um Harun al Raschid betonen seine Pracht und ergeben das positive Bild einer königlichen Lichtgestalt des 8. Jahrhunderts.

Der Märchenherrscher lässt sein Reich strahlen

Tatsächlich fördert der Kalif die Künste großzügig. Er profitiert vom Reichtum, den sein Vater Al-Mansur angehäuft hat und nutzt diesen für die Sänger und Poeten seiner Zeit. Seine Frau Zubayda unterstützt die Gelehrten freigiebig. Seine Herrschaft ist erfüllt von Pracht und Spektakel, sowohl im Palast selbst, als auch außerhalb: Eine Regierung aus 1001 Nacht.

Der Handel blüht. Die Kaufleute seines Reiches reisen bis nach Skandinavien, wo sie für die herrschende Klasse Walfischzähne und kostbare Pelze erwerben, bis nach China, wo sie die wertvolle Seide weit über 6000 Kilometer durch Wüsten und Gebirge bis zum Hof holen. Nur Glanz und Strahlen sieht man im Reich des großen Kalifen. An der Oberfläche.

Goldene Moschee, Sinnbild für 1001 Nacht, Harun al Raschid und seine Schriftbesessenheit

Nicht nur Glanz und Herrlichkeit

Denn seine Herrschaft beginnt bereits mit einer Mordintrige an seinem eigenen Bruder Al-Hadi. Und al Raschid, „der Rechtgeleitete“, herrscht kaum selbst: Er überträgt seinem Wesir Yahya sofort die volle Regierungsverantwortung. Wenn er aber doch einmal seine Macht ausübt, ist es oft eine Katastrophe.

Er lässt unruhige Provinzen skrupellos verwüsten, Kritiker ohne Zögern hinrichten. Seine Grausamkeit gipfelt darin, dass er aus Wut seinen besten Freund und Sohn seines Wesirs, Gafar, köpfen lässt.

Doch was ist der Grund für sein dennoch hohes Ansehen?

Harun al Raschids Kommunikations- und PR-Strategie

Poesie ist seine Leidenschaft und sein liebstes Kommunikationsmittel: Harun al Raschid unterstützt Dichter und Sänger. Er setzt dabei auf klare Signale: Den berühmten Dichter Merwan lässt er für eine Ode mit Gold überhäufen. Der Sänger Ibrahim erhält stante pede 100.000 Silber-Dirham, weil er die Laune des Kalifen an einem schlechten Tag durch ein Trinklied bessern kann. Das begründet die Legenden über seine Freigiebigkeit.

Am Hof des Kalifen kann der Berufsstand der Versemacher durch im Staatsauftrag bestellte Public-Relations-Arbeit gut leben. Auch Haruns kluge Hauptfrau Zubayda trägt dafür Verantwortung: Sie lässt für 800.000 Dirham ein PR-Gedicht schreiben, damit das aufstrebende Bagdad Regierungssitz wird – schon das reine Silber der Münzen hätte heute einen Wert von fast 2 Millionen Euro.

Al Raschid fördert zudem moderne Technik: Um die Schriftform noch besser nutzen zu können, gründet er 793 eine Papierfabrik – für die damalige Zeit eine technologisch revolutionärer Schritt, der den hohen Bedarf des Reiches an Papier und Texten decken soll.

Schrift und Wort, bevorzugter Kommunikationskanal von Harun al Raschid

Vom Goldkönig lernen

Was bleibt für uns vom strahlenden Herrscher des Orients? Werbeorientierung. Damit der ehemalige Heerführer trotz seiner oft brutalen Entscheidungen an der Macht bleiben kann, setzt er voll auf Werbung. In einer durch islamische Bilderverbote gekennzeichneten Welt damit vorwiegend auf Text: Poesie und erst bei Al Raschid hoffähigen Gesang.

Ludwig Silbermann:

Was können wir erkennen und vielleicht lernen? Ganz sicher müssen wir uns distanzieren von Harun al Raschids Umgang mit Menschenrecht, Menschenachtung und Menschenwürde sowie seiner rücksichtslosen Gewaltanwendung!

Respektieren können wir sein Kommunikationstalent: Seine auch aus heutiger Sicht noch professionell gestaltete Struktur für Förderung von Kreation, von Kommunikationsbotschaften und für den Einsatz dieser, auch für Produktion.

Schwerpunkte seiner ‚Media-Strategie’: Mouth to Mouth, Events und Print.

Die Märchenprinzen-Werbestrategie:

1. Großzügig sein und es zeigen

2. Die Profis gut behandeln

3. Pünktliche und gute Bezahlung

4. Den besten Kommunikationskanal wählen (hier: Sprache)

5. Dessen Möglichkeiten voll ausschöpfen

6. Neue Technologien nutzen

Anregungen? Aufregungen?

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Wünschen Sie sich eine spezielle Persönlichkeit der Geschichte für die nächste Folge? Kommentieren Sie!