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Vortragsveranstaltung von Château Louis mit Prof. Dr. Hans-Willi Schroiff, Marktforscher und Marketing-Experte

 

 

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Haben Sie schon mal was vom Ben-Thalmann-Prinzip gehört? Wir auch nicht! Deswegen haben wir uns umso mehr gefreut Prof. Dr. Hans-Willi Schroiff  bei uns im Château zu Gast zu haben, der uns und weitere 100 geladene Gäste in dieses Prinzip einführte.

  1. Nehme nur so viele Puzzleteile, wie du brauchst, um das Objekt zu erkennen.
  2. Wenn du nicht sicher bist, nimm noch ein Teil.

Was um Himmels willen hat das jetzt mit Marketing zu tun? Und wieso ist dieses Prinzip für mein Unternehmen und meine Marketing-Strategie relevant? Diese Frage blieb natürlich nicht unbeantwortet. Das Ben-Thalmann-Prinzip hat Prof. Dr. Schroiffs kleiner Enkelsohn beim Puzzeln „entwickelt“. Es geht schlicht und einfach darum, sich bei einer neuen Produktentwicklung auf das Wesentliche zu beschränken und das ist vor allem die eine Frage, die sich der Kunde stellt: „Ist dieses Produkt wichtig für mich?“

Mit leichtem Augenzwinkern und einem kritischen Blick auf seine Branche unterhielt Hans-Willi Schroiff an diesem Abend die Gesellschaft aus Unternehmen, Agenturen und Medienvertretern. Man hört ihm gerne zu, diesem sympathischen Marktforscher mit den wachen Augen und dem verschmitzten Lächeln. Mit sonorer Stimme und viel Humor weiß er seine Zuhörer zu begeistern. Über zwei Jahrzehnte war Prof. Dr. Schroiff bei Henkel Leiter der Marktforschung und damit für alle Markenentwicklungen zuständig. Seit vielen Jahren lehrt er als Professor an der Rheinisch-Westfaelische Technische Hochschule Aachen (RWTH). Der Mann weiß also, was er tut. Und er weiß, wovon er spricht, wenn er sagt, dass 60 – 80 % aller neuen Produkte nach einem Jahr nicht mehr im Regal zu finden sind. Mit persönlichen Anekdoten über Schwiegersohn Nils und besagtem Enkeln Ben, führte er das Publikum in die „10 Todsünden des Marketings“ ein. Genau zu diesem Thema hat er mit seiner ehemaligen Kollegin Tina Müller das Buch Warum Produkte floppen geschrieben. In eineinhalb Stunden brachte Hans-Willi Schroiff den Zuhörern näher, wie die drei Erfolgsfaktoren Innovation, Branding und Performance bei der Markenpositionierung eine Rolle spielen. Hierbei konzentrierte er sich auf zwei der zehn Todsünden:

 –      Kein einzigartiges und relevantes Produktkonzept

–       keine Konsumentenorientierung

Den meisten neu eingeführten Produkten fehlt eine klare, emotionale Markenpositionierung. Zudem wird bei Neueinführungen meist eine viel zu hoch geplante Finanzplanung angesetzt. Es ist quasi vorprogrammiert, dass viele Produkte floppen.

Mit vielen Beispielen aus der Praxis und unter Einbeziehung der Anwesenden gestaltete Prof. Dr. Schroiff den Abend kurzweilig und amüsant. Das Fazitsheet seiner Präsentation war an diesem Abend leer, so wie es nach seinen Vorträgen immer leer ist. Aber die Freunde, Kunden und Gäste von Château Louis gingen nicht ohne Erkenntnisse an diesem Abend nach Hause: Eine Marke braucht eine emotionale Heimat, über Konzepte muss man immer und immer wieder nachdenken, Planung ist alles und der Wein und das Essen im Château waren wie immer ausgezeichnet.

Wer mehr über die „10 Todsünden des Marketings“ erfahren möchte, dem legen wir wärmstens das Buch „Warum Produkte floppen von Hans-Willi Schroiff und Tina Müller ans Herz.

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Zu Gast im Château mit Deutschlands großem Geruchsforscher: Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt, dem Duftmann schlechthin.

Gut gemacht, Herr Professor: Sie haben den gut hundert Anwesenden gezeigt, worauf es ankommt: Eine offene Nase. Sie haben uns zum Lachen gebracht, zum Schmunzeln, zum Denken, zum Riechen.

Geruch aller Art haben wir erfahren: Wie man mit ihm umgeht, was er über uns aussagt, wie wir ihn verschleiern, verändern, erschaffen können. Dass Minzeduft kühlt, obwohl es nicht kalt wird, dass Pfeffer erhitzt, obwohl er nicht heiß ist. Dass Düfte heilen, beruhigen – und sogar töten können. Bestenfalls geahnt hatten wir, was es da alles gibt. Und neben vielen Ideen haben wir auch noch das mitgenommen:

Dass Sie ein Pfundskerl sind, dass es unseren Gästen mit Ihnen und mit uns Spaß gemacht hat. Dass das Essen, das ja, wie wir jetzt wissen, hauptsächlich durch die Nase geht, eine wahre Nasenweide war. Dass unsere Gäste wie immer zahlreich und ebenfalls hochinteressante Gesprächspartner waren, die Ihre Inspiration zwar nicht zum Überleben nötig haben, sie aber begeistert aufnahmen.

Alle Anwesenden haben für einen unvergesslichen Abend an einem stürmischen Tag gesorgt. Herzlichen Dank dafür!

Euer und Ihr Château.

PS. Und wer noch einmal den Abend Revue passieren lassen möchte, dem sei der gute Artikel von Marion Blum in der Ludwigsburger Kreiszeitung empfohlen!